Herbert Karl von Beesten

Texte - Performances - Recherchen - Schauspiel - Workshops - Kulturevents - Dokufiktion - szenische Lesungen - Rezitationen
Aktuelles Buch Eskalationsjazz & Flötentöne“

Leseprobe

Taschenbuch, 38 Texte auf 172 Seiten
ost-nordost Verlag Magdeburg – 2026
ISBN 978-3-938247-57-0 15,00 € + 3 € Versand

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Infos: www.HerbertBeesten.de

Das Alltägliche mit dem Traumhaften verschränkt. Innere Konflikte in äußeren Szenen: Identität als bewegliches, brüchiges Konstrukt.

Dingen eine Stimme geben, die sonst stumm bleiben: einem Fluss, einer Straßenbahnschiene, einer Bauhaus-Fassade, einem Bäumchen an der Zugstrecke. Sie erzählen von Menschen, die sich selbst beobachten, sich verlieren und wiederfinden, einfache Antworten verweigern, Ambivalenz aushalten müssen.

In einer Sprache, die zwischen Klarheit und Schweben, zwischen Ironie und Ernst, zwischen Fragment und Rhythmus oszilliert, entsteht ein vielstimmiges literarisches Gewebe. Vielleicht auch Jazz.

Texte, die in den letzten Jahren entstanden sind: Oft losgelassen und wieder eingefangen. Unter einen Hut passt nicht alles! Gegenwärtiges satirisch, ernsthaft, leise, auch ironisch. Lyrisches ohne (modernen) Zynismus. Prosa, ohne prosaisch zu werden. Dramatisches angemessen dramatisch, aber nie hektisch.

Liebe und Humor kommen vor und Gedichte, die ebenfalls helfen sollen, ohne Schmerzen davonzukommen.

Der Schriftsteller Albrecht Franke über das Buch und den Autor

Kurzfassung des Beitrages „Münsterländisch-Magdeburgisches Schreiben“ aus dem Buch „Eskalationsjazz & Flötentöne“.

Herbert Beesten oder Herbert Karl von Beesten, ist einer, der zwischen Landschaften und Sprachen wandert: vom Münsterland nach Magdeburg, vom Unternehmer zum Schriftsteller, vom Westfälischen ins Ostfälische – ohne je ganz das eine zu verlassen oder im anderen aufzugehen. Seine Herkunft bleibt ein Grundton, der selbst dann hörbar bleibt, wenn er sich mit Lust an Veränderung und Transformation in neue Formen stürzt.

Unsere erste Zusammenarbeit an einer Anthologie begann mit Skepsis und endete in Überraschung: ein imaginäres Dichterduell zwischen Rilke und Köppen, kühn gedacht, frei im Umgang mit der Historie, literarisch aufgeladen. Was zunächst wie ein poetischer Kraftakt wirkte, entfaltete sich zu einem der lebendigsten Beiträge des Buches – und später zu einem Bühnenstück, das Grenzen sprengt und die Literatur in Bewegung zeigt.

Beestens Schreiben ist ein Strom, der viele Ufer berührt: Gedichte, Erzählungen, Theater, Hörspiel, Blogs, Journalistisches. Er folgt keiner thematischen Spur, sondern der Welt, die in Wellen auf ihn zukommt. Manchmal überschäumend, manchmal präzise gebändigt vom Ingenieur in ihm, immer getragen von einer wachen Beobachtungsgabe.

Seine Texte – ob über Temponauten, bröckelnde Provinzfassaden, den Kunstbetrieb oder seltsame Bäume – sind Versuche, Wirklichkeit zu fassen, ohne sie zu glätten. Am klarsten Spricht sich das in seinen Gedichten aus: Sie sind unverstellt, klar, ja lauter, durchdrungen von Heimat, Liebe, Reiselust und dem Wissen um die Zerbrechlichkeit der Welt. Aber: Es bleibt immer ein „Dennoch“, ein leiser Widerstand gegen Pessimismus.

Wer so schreibt, bringt vieles – und erreicht viele. Im Münsterland wie in Magdeburg. Und zeigt, wie zutreffend es ist, was Goethe seinen Theaterdirektor im „Faust“ sagen lässt: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“

Albrecht Franke

1950 als Sohn einer Eisenbahnerfamilie in Seehausen (Börde) geboren. Nach dem Abitur Studium an der Martin-Luther-Universität Halle, danach Lehrer in Wanzleben (Börde). Er lebt seit 1977 in Stendal als Lehrer und Autor (Erzählungen, Hörspiel, Roman, Biografie). Seit 2013 freier Schriftsteller, Lektor und Herausgeber.

Anthologien und Literaturzeitschriften, in denen Herbert Karl von Beesten mit Lyrik und Prosa vertreten ist: 

Auszug, ausführliche Bibliographie 

„Titel“, Herausgeber/Verlag, Erscheinungsjahr

„ Zur Sonne mit dir!“ Pelikan e.V. Burg, Günter Hartmann/Dorothea Iser/Roland Stauf, 2025

 

 


„Autorenbegegnungen in Sachsen-Anhalt“, Mitteldeutscher Verlag Halle, Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt, 2020/2021/2022/2023

 

 

„Wortzeichen – entkommen“, Heinrich von der Haar Literaturstiftung Berlin, Heinrich von der Haar, 2022

 

 


„oda – Ort der Augen – Blätter für Literatur aus Sachsen-Anhalt“, dr. ziehten verlag Oschersleben, Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt, 1/2012 – 1/2021 – 1/2022

 

 


„SCHREIBKRÄFTE – Literaturjournal aus Sachsen-Anhalt“, ost-nordost verlag Magdeburg, Regine Sondermann, 2011 bis 2022

 

 

„Der Krieg brach wirklich aus“, Mitteldeutscher Verlag Halle, Albrecht Franke, 2014

 

 

„Der Fisch ist Käse“, chilliverlag Verl, Franziska Röchter, 2012

 

 

„Pfeffrige Sünde“, chilliverlag Verl, Franziska Röchter, 2012

 

 


„Zaubersprüche & Sachsenspiegel – Lesebuch der Sekundarstufen“, Mitteldeutscher Verlag Halle, Jürgen Jankowsky/Eva Maria Kohl/ Norbert Schulz, 2010